163 SaaS-Anbieter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz — untersucht auf Transparenz zu Hosting-Standort, Cloud-Sicherheit und Infrastrukturpartnern.

Was versteht man unter Cloud-Transparenz und warum ist sie Pflicht?
Cloud-Transparenz bedeutet, dass SaaS-Unternehmen öffentlich kommunizieren, wo ihre Daten verarbeitet werden, welche Infrastrukturpartner sie nutzen und welche Sicherheitsstandards sie erfüllen. Was früher ein Nice-to-have war, ist heute durch DSGVO, NIS2 und das Lieferkettengesetz zunehmend gesetzlich gefordert. Wer diese Angaben nicht macht, scheidet bei Ausschreibungen und Due-Diligence-Prüfungen frühzeitig aus.
Welche konkreten Schritte führen zu mehr Cloud-Transparenz?
Das Whitepaper empfiehlt fünf Handlungsfelder: (1) Infrastruktur öffentlich sichtbar machen — Rechenzentrumsstandorte, Hosting- Partner und Architektur kommunizieren. (2) Nachhaltigkeits- kennzahlen bereitstellen — CO₂-Emissionen, Energiequellen und Reduktionsziele. (3) Digitale Compliance dokumentieren — DSGVO-Konformität, Cloud Act-Risiken und Datenhoheit. (4) Verantwortung organisatorisch verankern — Ansprechpartner, Governance-Strukturen und Schulungen. (5) Transparenz strategisch positionieren — als aktives Differenzierungsmerkmal in Vertrieb, Marketing und Investorenkommunikation.
Wie wirkt sich Cloud-Transparenz auf Vertrieb, Investoren und Recruiting aus?
Transparenz über Cloud-Infrastruktur beeinflusst heute drei kritische Unternehmensbereiche: Im Vertrieb fordern öffentliche Auftraggeber und große Unternehmen verbindliche Infrastrukturangaben in Ausschreibungen — wer sie nicht liefert, scheidet früh aus. Bei Investoren fließen ESG-Kriterien zunehmend in Due-Diligence-Prüfungen ein und entscheiden über den Zugang zu Kapital. Im Recruiting erwarten Tech-Kandidat:innen Einblick in Infrastrukturentscheidungen und Sicherheits- konzepte. Offenheit wird damit zum Faktor in allen drei Bereichen gleichzeitig.


