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Cloud, ESG & digitale Souveränität in Europa

Geschrieben von Olivia Brockmann | 27.02.26 08:29

ESG-Kriterien haben sich in den vergangenen Jahren grundlegend weiterentwickelt: Sie sind längst nicht mehr nur Bestandteil der jährlichen Berichterstattung, sondern wirken als verbindlicher Referenzrahmen für strategische Entscheidungen – auch und gerade im Bereich der digitalen Infrastruktur.

Die Wahl digitaler Infrastrukturen wie Cloud-Lösungen wird heute nicht mehr ausschließlich von Kostenüberlegungen bestimmt. Leistungsfähigkeit, Skalierbarkeit, ökologische Auswirkungen, regulatorische Anforderungen und Governance-Fragen sind ebenso entscheidend.

Mit der Einführung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) durch die Europäische Kommission wurden die Offenlegungspflichten im Bereich ESG erheblich ausgeweitet. Unternehmen müssen nicht mehr nur Nachhaltigkeitsziele formulieren, sondern konkret darlegen, wie sie Umweltwirkungen, operative Risiken und ihre gesamte Wertschöpfungskette tatsächlich steuern.

Vor diesem Hintergrund gewinnt die IT-Infrastruktur eine neue strategische Bedeutung. Cloud-Anbieter sind nicht länger reine Technologiezulieferer, sondern integraler Bestandteil des Risiko-, Nachhaltigkeits- und Governance-Profils eines Unternehmens.